GENDER und FAMILIE

Schon vor vielen tausenden Jahren, als in der Jungsteinzeit unsere Vorfahren begannen sesshaft zu werden, war es ihnen klar, dass es zweierlei Menschen gibt: Frauen und Männer. Klar war es ihnen auch, dass ein Mann und eine Frau eine Familie gründeten um sich fortzupflanzen. Noch als sie ohne festen Wohnsitz herumzogen, hatten sie die tägliche Arbeit geteilt, die Männer jagten kleinere und größere Wildtiere, schützten und verteidigten den Clan, die Frauen sammelten Kräuter, Wurzeln, Früchte und besorgten die Familie : Mann, Frau, Kinder, einen Bruder, eine Schwester, die keinen « Anschluss » gefunden hatten, « sitzen geblieben » waren.

Viel später wurde die Tatsache der Zweigeschlechtlichkeit durch die Wissenschaft belegt. In jeder der Milliarden Zellkerne des weiblichen Körpers befinden sich zwei X-Chromosome, in jeden der Milliarden Zellkerne des männlichen Körpers hingegen ein X- und ein Y-Chromosom.

Die Religionen, deren Ziel und Zweck es war die Gesellschaft zu organisieren, stuften die Familie als feste, sicherungswürdige Einrichtung ein. Später, zur Zeit der französischen Revolution, übernahm die aufsteigende zivile Gesellschaft die Familie als wertvollen Baustein. Verschiedene Religionen erlauben die Polygamie wahrscheinlich um dem Überschuss an Frauen gerecht zu werden: Männer leben gefährlich, durch Krieg, Kampf, ansteckende Krankheiten verlieren viele von ihnen das Leben in jungen Jahren.

Seit vielen tausenden Jahren waren beide Begriffe, Zweigeschlechtlichkeit und Familie eine auf Beobachtung, Erfahrung,  später auf Wissenschaft beruhende Selbstverständlichkeit. Am Ende des zweiten Jahrtausend unserer Zeitrechnung soll es nun zu einem Umbruch kommen. Weshalb ? Gibt es nicht Menschen, die sich durch die Kultur des Gegenteils einen Namen machen wollen. Hierzu kommt uns ein treffendes Sprichwort in den Sinn: In müßiger Weile schafft der böse Geist. Welches sind die Grundgedanken dieser Welterneuerer ?

1. « Die ganze Gesellschaft wird gegendert ». Was das in Wirklichkeit bedeutet bleibt rätselhaft. « Gender » ist inzwischen zu einem Kampfbegriff geworden. Versuchen wir das Ganze zu klären. Laut der Chefideologin der Gendertheorie Judith Butler gibt es keine Männer und Frauen, denn das Geschlecht sei eine phantastische Konstruktion, beziehungsweise ein konditioniertes Verhalten, welches sich jederzeit ändern lasse. Wir leben nur in einer « sexuellen Orientierung ». Zu unserer Freiheit gehört auch  die Freiheit das Geschlecht zu wählen. Es müssen demnach « neue Rechte » proklamiert werden. Der Mensch löst sich von allen Bindungen und befindet sich in der neuen Weltordnung der Sexualität. Zu diesem Kauderwelsch passt ganz genau Goethes Überlegung: » Wo Begriffe fehlen stellen Worte schnell sich ein ».

2. Ehe und Familie sind das größte Hindernis zur neuen Weltordnung, deshalb wird die Vater-, Mutter-, Kind-Familie marginalisiert, ausgeklammert. Schon bei Karl Marx heißt es: « Das Geheimnis der Heiligen Familie ist die irdische Familie. Um die erste zum Verschwinden zu bringen, muss letztere theoretisch und praktisch vernichtet werden. »

Ist es notwendig dem mündigen Bürger die Absurdität dieser Äußerungen und Theorien zu beweisen? Wie schon eingangs betont, ist das Geschlecht durch die Erbanlagen festgelegt. Bei der Frau befindet sich der Geschlechtsapparat wohl beschützt im Becken. Die ersten Stadien der embryonalen Entwicklung  laufen ebendort ab, in der fortgeschrittenen, und der letzten Phase der Schwangerschaft liegt der Fœtus wohlversorgt im Bauchraum, unter den Herten seiner Mutter.

Der Geschlechtsapparat des Mannes ist dem entgegen nach außen verlagert, auch seine Psyche ist zur Umgebung hin orientiert, er zeigt sich aggressiv, kämpferisch. Das Seelenleben der Frau hingegen ist sanftmütiger, auf Einvernehmen, Schutz und Sicherheit bedacht,

Bedauerliche Umstände, Ereignisse, auch Fehler bei der Erziehung bedingen mehr oder weniger dauerhafte Schäden. Deshalb sehen wir es als unsere erste Pflicht an, auf eine überlegte, ausgewogene Erziehung zu halten, wir dürfen keine Anstrengung scheuen, um dieses Ziel zu erreichen.

Zutiefst bedauerlich ist es, dass Judith Butler und besonders ihre Genossen, Adepten und Mitstreiter- auch an Karl Marx sei gedacht- augenscheinlich die wichtige, komplexe, physiologische und psychologische Zusammenhänge und Zusammenspiele des Geschlechtslebens von Frau und Mann ignorieren. Wir überblicken diese Vorgänge in der Kindheit, der Pubertät, bei der Partnersuche, ohne die Mutterschaft, die Vaterschaft zu vergessen, unser modernes Wissen wird jeden Tag reicher und überzeugender. Würden sie auch nur die wichtigsten Tatsachen, welche die moderne Forschung erbracht hat, in Betracht ziehen, müssten sie das « Gendern » beschämt beiseite schaffen und auf Vergessen hoffen.

J.M.

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